Zwischen Glamour und Charity

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Dieter Padar, Du bist ja wirkliche eine der glamourösesten Erscheinungen hier in Berlin. Wie kam es zu Deiner Popularität als Stilikone?

Ich weiß nicht ob man das wird, ob man sich das anlernen kann. Man hat seinen persönlichen Geschmack und es freut einen natürlich, wenn er auch anderen gefällt. In erster Linie ist es wichtig sich wohl zu fühlen, man muss es lieben sich zu inszenieren, sonst wirkt es unecht.

Jetzt macht Dich natürlich nicht nur Dein Glamourfaktor aus, sondern dass Du ein sehr engagierter Mensch bist, vorwiegend in der Obdachlosenhilfe, richtig?

Vorwiegend in der Obdachlosenhilfe, das stimmt, aber nicht ausschließlich. Ich hatte schon einige Projekte mit krebskranken Kindern zum Beispiel. Ein wunderbares Projekt konnte ich mit einer guten Freundin realisieren, die ihre langen Haare abschneiden ließ und für eine Echthaarperücke zur Verfügung stellte. Man kann sich vorstellen, wie sich dieses kleine Mädchen gefreut hat. Dann hatte ich ein weiteres Projekt mit Kindern aus finanziell schwachen, beziehungsweise schwierigen Verhältnissen in einer Reinickendorfer Grundschule. Dort haben wir einen „Fashionday“ realisiert. Das ging über Wochen. Ich habe alle Leute für dieses Projekt organisiert, Designer, Schneider, Models, die den Kindern den Catwalk beibrachten, Fotografen und eben auch die Location. Das war schon herzerwärmend zu sehen, wie glücklich die Kinder waren. In dieser Richtung möchte ich auch noch mehr tun.

 

 

 

Wie bist Du denn überhaupt zu dieser Charity Arbeit gekommen?

Ich glaube das ist auch eine Sache, die man in sich trägt. Bevor ich anfing Projekte zu organisieren, bzw. Initiativen, Vereine und Organisationen zu unterstützen, war es schon so dass ich helfen wollte. Man kann unmöglich an einem leidenden Menschen vorbei gehen, ohne zu helfen wenn man die Möglichkeit hat. Vorher gab ich jedem, der nach Geld fragte etwas, aber es gab immer dieses Gefühl, dass das nicht ausreicht. Ich habe die Möglichkeit und nun mache ich es organisierter, um mehr zu erreichen.

Du hast gerade eine neue Initiative gegründet?

Ja, jetzt… bin quasi mittendrin. PADAR HUMANITAS. Ich denke, dass ich dieses Jahr einen gleichnamigen Verein gründen werde. Natürlich brauche ich dazu noch die richtigen Leute, die die gleichen Anliegen haben und mit dem Herzen dabei sind.

 

 

 

Dieser Verein wird sich dann auf Obdachlosenhilfe und kranke Kinder konzentrieren?

Ja, und mehr. Ich möchte nichts ausschließliches. Deshalb auch der Name PADAR HUMANITAS. Ich denke auch daran, in anderen Ländern zu helfen und habe diesbezüglich auch schon Kontakte geknüpft. Die Obdachlosenhilfe bleibt natürlich immer ein großer Bestandteil meiner Arbeit. Im Prinzip ist die Initiative aber allen offen. Ich mag keine Begrenzungen.

Wäre es dann nicht sinnvoll mittelfristig eine Stiftung zu gründen – damit könnte man sicherlich noch effektiver arbeiten?

Langfristig gesehen wäre das machbar. Mit diesem Gedanken habe ich natürlich auch schon gespielt. Allerdings bevorzuge ich die Dinge Step by Step zu machen, Schnellschüsse wären hier nicht angebracht. Wenn ich Fehler mache leiden die Menschen darunter, denen die Hilfe zugute kommen soll.

Als Verein kann man ja auch schon Spenden entgegen nehmen, um die Hilfe bestmöglichst zu organisieren. Ich möchte aber jetzt noch mal auf den Glamfaktor Deines Lebens zurück kommen. Obwohl Mode in ganz starkem Kontrast zu Deiner ehrenamtlichen Tätigkeit steht, ist sie ein großes Thema für Dich.

Ich mag Kontraste. Das eine schließt das andere nicht aus. Viele Leute haben ja leider ein Schubladendenken.

 

 

 

Planst Du auch in Richtung Mode noch etwas eigenes zu machen?

Tatsächlich ist da was geplant. Ich bin im Gespräch mit einer Modedesignerin und wir haben etwas vor, von dem ich allerdings jetzt noch nichts verraten möchte.

Gut. Dann behalten wir das noch als ein kleines Geheimnis. Wir resümieren: Dieter Padar ist Mode, Glamour, Extravaganz, Charity – das ist wahrhaft ein allumspannendes Feld. Wie war denn Dein beruflicher Werdegang?

Ich bin studierter Betriebswirt, Diplomkaufmann, das Metier war mir aber zu trocken.

Kann ich verstehen, ist jedoch eine gute Grundlage für Dein weiteres Schaffen.

Genau. Als Akademiker mit diesem Hintergrund weiß ich was ich mache.

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Warum hast Du denn nichts mit Mode und Design studiert? Stand das nicht auf dem Pan als Du jünger warst?

Ich komme aus einem Umfeld, wo das betriebswirtschaftliche Denken sehr präsent ist. Ich wollte zunächst einmal eine solide Ausbildung machen, was nicht bedeutet, dass Mode unsolide ist. Erst einmal eine fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung. Bis 2014 habe ich noch meine eigenen Immobilien verwaltet und mich dann erst aus dem beruflichen zurückgezogen. Ich hatte das Glück alles gut angelegt zu haben und verfüge deshalb über ein großzügiges Auskommen, was ich mir in vielen Jahren erarbeitet habe. Nun habe ich die Zeit und die Energie meine Herzensprojekte zu verfolgen.

Dann wünsche ich Dir damit viel Erfolg und bedanke mich für das interessante Gespräch!

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